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Den richtigen Kosmetikpinsel finden

<h2>Malen Sie noch oder schminken Sie schon?</h2>
„Kann ich den Lidschatten nicht auch einfach mit dem Finger auftragen?“ Natürlich können Sie. Es gibt nach wie vor Profis, die gerne einen leichten Cremeton mit den Fingern auf dem Lid verteilen und ihn sanft ausblenden; es ist auch vollkommen legitim, wenn Sie bei einem Wochenendkurztrip nicht alle Kosmetikpinsel im Koffer unterbringen können.
Dennoch gilt – und da machen wir uns nichts vor – ein gutes, fein abgestimmtes Augenmake-up ist für den Laien ohne Pinsel nicht möglich. Gerade das Erzeugen von Tiefe durch unterschiedliche Farbnuancen, das Anbringen der Farbe im Augeninnenwinkel, das Variieren der Intensität durch einen feuchten Auftrag und das Schichten der Farbe (das sogenannte Layering) sind Charakteristika eines guten Looks und rein mit den Fingern oder dem Schwämmchenapplikator schwerlich durchführbar.
Dazu kommen einerseits noch schlicht hygienische Aspekte, die von dem Gebrauch von Kosmetikpinseln überzeugen und andererseits die Tatsache, dass gerade in der empfindlichen Augenpartie durch das Reiben und Drücken mit dem Zeigefinger Fältchen entstehen können.
Pinsel sind zudem langlebig und mittlerweile in unterschiedlichen Qualitäten und Preisgruppen in nahezu jeder Stadt erhältlich. Welche Gruppen von Kosmetikpinseln gibt es nun aber und welche sind für mich persönlich wichtig und benutzenswert?

Basispinsel


Puderpinsel:


Puderpinsel sind große, weiche, nicht allzu fest gebundene Pinsel mit einem längeren Stiel. Sie dienen in erster Linie zum Auftragen von losem oder kompaktem Puder bzw. Pudermake-ups, aber auch zum Verteilen von Bronzer im ganzen Gesicht. Bei schmaleren Puderpinseln ist auch das Platzieren von Rouge denkbar. Ein Puderpinsel gehört zur Basisausstattung, sollten Sie ihn allerdings nur zum Abpudern ihrer Flüssigfoundation verwenden, ist dieses auch mit einer hochwertigen Puderquaste möglich.

Foundationpinsel:


Er ist abgerundet, flach und dicht. Wie auch beim Puderpinsel empfiehlt sich hier die Verwendung eines synthetischen Haares, da dieses einerseits weniger flüssige Grundierung aufnimmt und damit sparsamer im Verbrauch und andererseits leichter zu reinigen ist. Einen solchen Pinsel benötigen Sie, insofern Sie eine flüssige Grundierung verwenden; Alternative wäre hier ein Make-up-Schwämmchen, das allerdings weniger hygienisch und auf Dauer kostenintensiver ist.

Duo Fibre-Brush/ Stinktier:


Ein breiter vorne flacher Pinsel, dessen Spitzen hell abgesetzt sind. Gängig ist hier eine Mischung aus Tier- und Synthetikhaar. Das Stinktier ist ein Allroundtalent, das sich fabelhaft eignet, um eine Grundierung in die Haut einzuarbeiten und einen sehr feinen, streifenfreien Teint zu erzeugen. Mit diesem Pinsel lassen sich neben Bronzer und Creme-Rouge auch besonders gut Puderrouges auftragen, denen er sogar eine eigene Note verleiht.

Rougepinsel:


Rougepinsel gibt es in den verschiedensten Variationen; gemein ist allen eine im Vergleich zum Puderpinsel deutlich kleinere Angriffsfläche, meist vorne abgerundet und mit einem leichten Widerstand. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen abgerundeten und abgeschrägten Pinseln. Mit beiden Formen lassen sich neben Rouge auch Konturpuder, Schimmerpuder und Highlighter auftragen. Die Wahl des Pinsels und seiner Form hängt hier stark von der eigenen Gesichtsform ab; ich empfehle, wenn Sie den Pinsel auch zum Konturieren des Gesichts verwenden möchten, immer einen abgeschrägten Rougepinsel mit einem etwas kräftigeren Widerstand.

Pinsel für das Augen Make up


Großer Lidschattenpinsel/ Katzenzungenpinsel:


In keinem Bereich ist es so wichtig, über ein gutes Pinselset zu verfügen wie im Bereich des Augenmake-ups. Hierzu gehört ein breiter, größerer, vorne abgerundeter Pinsel wie der Katzenzungenpinsel. Er eignet sich zum großflächigen Verteilen einer Farbe auf dem gesamten Lid, wobei es sich um Pigmente, gepresste oder auch gebackene Lidschatten handeln kann. •

Kleiner, abgeschrägter Lidschattenpinsel/ Slanted Brush:


Er ist Spezialist für eine präzises Arbeiten im Innenwinkel, in der Lidfalte und im Außenbereich des Auges. Gut lässt sich mit ihm auch Farbe am unteren Wimpernkranz auftragen. •

Blendepinsel:


Ein unerlässlicher Helfer zum Verblenden von Kanten und Übergängen, aber auch zum Auftragen eines Highlighters unter dem Brauenbogen. Es handelt sich um einen fluffigen, weichen Pinsel.

Crease Brush/ Bananenpinsel:


Dieser festgebundene, vorne spitz zulaufende, aber abgerundete Pinsel eignet sich insbesondere zum Abdunkeln des äußeren Augenteils bzw. der Lidfalte. Gerne wird er auch zum Auftrag unter dem Wimpernkranz verwendet.

Eyelinerpinsel:


Der Eyelinerpinsel ist sehr fein, ggf. auch angeschränkt. In der Regel nutzt man ihn nicht nur zum Ziehen eines Lidstrichs mit Geleyeliner, sondern auch zum Auffüllen der Augenbrauen und zum Verwischen des Kajals.

Pinsel für die Lippen


Es handelt sich um einen kleinen, flachen Pinsel, mit dem sich besonders gut präzise arbeiten lässt. Der Einsatz eines Lippenpinsels ist speziell bei kräftigen Farben empfehlenswert, zudem lässt sich mit ihm die Haltbarkeit eines Lippenstifts erhöhen, denn die Farbe wird stärker in die Lippe eingearbeitet.

Der Kauf: Nehmen Sie es selbst in die Hand


Wie ich versucht habe zu zeigen, ist die Wahl der Pinsel immer stark von den eigenen Bedürfnissen abhängig. Grundsätzlich empfehle ich Ihnen als Basisausstattung1. Produkte zum Aufragen ihrer Grundierungen (Foundationpinsel/ Schwämmchen, Puderpinsel/ Quaste)
2. abgeschrägter Rougepinsel,
3. Großer Lidschattenpinsel, Blendepinsel, abgeschrägter Pinsel oder/ und Bananenpinsel
4. Lippenpinsel
Nicht alle Pinsel, die Sie in den Drogerien erwerben können sind schlecht, nicht alle Pinsel, die im Highend-Bereich angeboten werden, sind gut. Gerade die Pinsel des mittleren Preissegments, z.B. von Sigma oder Kosmetik Kosmo, bieten oft eine solide Grundlage.
Immer ist es lohnenswert, sich nicht nur vorher z.B. im Internet zu informieren, sondern auch die Pinsel selbst zu prüfen. Wie fühlt sich das Produkt in meiner Hand an? Passt es wirklich zu meiner Gesichtsform? Verliert er Haare? Wie gefällt mir der Widerstand? Während man einen Lidschatten, einen Lippenstift oder sonstige Produkte aus dem Bereich der dekorativen Kosmetik nach einigen Monaten verbraucht hat, kann die Beziehung zum Werkzeug Pinsel eine jahrelange sein.

Pinselreinigung


Ein weiteres wichtiges Kapitel ist die richtige Reinigung der Pinsel. Diese muss nicht nur regelmäßig erfolgen, sondern sollte auch einigen grundsätzlichen Tipps Rechnung tragen:

Sofortreinigung:


Ist die schnelle Lösung für Zwischendurch und besonders empfehlenswert, wenn Sie mit stark unterschiedlichen Farben schminken und ihnen die Zeit für die eigentlich angestrebte tägliche Reinigung fehlt. Hierzu den Pinsel mit einem entsprechenden Produkt, der Klassiker ist Fix+ von MAC Cosmetics, besprühen und den Pinsel auf einem Kosmetiktuch ausstreichen. Bitte immer mit der „Wuchsrichtung“ arbeiten.

Pinsel Wäsche:


Auch hierzu gibt es viele im Laden erhältliche Produkte in flüssiger oder auch in Seifenform, es reicht aber auch ein mildes Waschgel oder ein (Baby)Shampoo. Die Pinsel unter dem Wasserhahn anfeuchten, etwas vom Reinigungsprodukt auf die Handfläche geben und den Pinsel auf der Handfläche mit kreisenden Bewegungen auswaschen. Den Vorgang bei Bedarf wiederholen. Anschließend spülen Sie bitte den Pinsel wieder unter dem Wasserhahn aus; es sollte kein Wasser an den Stiel bzw. die Stelle kommen, an der die Haare verklebt wurden. Das überschüssige Wasser mit einem Handtuch sanft aus den Haaren drücken und den Pinsel auf ein Küchenkrepp oder ein Handtuch zum Trocknen legen. Stellen Sie den gereinigten Pinsel bitte nicht sofort wieder in den Pinselbecher/ das Pinselglas zurück, da sich sonst durch das herablaufende Wasser die Verklebung lösen kann.
Nachdem Sie sich gemeinsam mit mir durch die Grundlagen der Pinselauswahl- und Pinselpflege gekämpft haben, bleibt von meiner Seite noch der wichtigste Ratschlag: auch wenn für Sie der Umgang mit Pinseln anfangs einige Stolpersteine breit hält, insgesamt ist es ein Weg, der sich in jedem Fall lohnt. Sie werden sehen, wie leicht sich auf einmal das klassische dreifarbige Auge oder ein Smokey Eye umsetzen lassen.
Schminken ist keine Zauberei, sondern eine bloße Übungssache. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Ausprobieren

 
 
 


 

 
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