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Selbsthilfe bei Verstimmtheit und leichter Depression

Wenn ich verstimmt bin, habe ich einige Dinge für mich entdeckt: Bei Müdigkeit und Lustlosigkeit im Winter, brauche ich nie lange überlegen, woher die Trübsal kommt. Der Lichtmangel löst bekannterweise bei vielen Menschen leichte Winterdepressionen aus. Man braucht nur einmal mit offenen Ohren durch die Stadt gehen: Überall herrscht schlechte Laune.
Dagegen habe ich mir eine sogenannte Lichttherapielampe zugelegt. Sie soll 10.000 Lux haben, um sich so nennen zu dürfen,- doch dann genügen 15 Minuten dieses Lichts täglich zur Stimmungsaufhellung. Es ist auch plötzlich taghell im Raum, was das Arbeiten und Lesen im Zimmer zu einem wahren Vergnügen macht. Schon bald bessert sich die Stimmung, weil der Mensch auf Licht mit einer erhöhten Bildung seiner Glückshormone reagiert. Die Lampen gibt es mit energiesparenden Leuchtröhren, also kein Thema, sie tagsüber an zu lassen.
Wenn das Stimmungstief zu lange anhält und auch Schlafstörungen eine Rolle spielen, hilft mir Johanniskraut in Tablettenform, hochdosiert aus der Apotheke. Diese Pflanze wirkt stimmungsaufhellend, wenn sie regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Wichtig ist eine hohe Dosierung, da weiß der Apotheker Bescheid. Während der Einnahme sollte man keine intensive Sonnenbestrahlung genießen, da der Inhaltsstoff sehr lichtempfindlich macht.
Wenn ich das Gefühl habe, dass mir in den letzten Wochen nur noch Negatives passiert ist, weiß ich, dass meine Denkweise eventuell schon auf "negativ" programmiert ist. Die besten Chancen, dass bald das nächste Unglück passiert! Jetzt werde ich dann meistens aktiv und beginne, ein Glückstagebuch zu führen. Dazu besorge ich mir im Buchladen ein schönes dickes Buch mit leeren Seiten. Ab sofort trage ich alle schönen Erlebnisse ein, die mir widerfahren. Jede Kleinigkeit wird notiert. Plötzlich merke ich, wie schön das Leben doch trotz allem Kummer ist und schöpfe neue Hoffnung. Ein schöner Sonnenaufgang ist plötzlich da, eine alte Freundin meldet sich oder ein kleiner Vogel singt vor meinem Fenster sein Lied. Das Buch füllt sich und eines Tages geschieht dann etwas ganz Tolles und mein Leben macht wieder Spaß.
Die beste Ablenkung von meinem eigenen Unglück ist es, wenn ich mich anderen Menschen zuwende, denen es viel schlechter geht. Ein Besuch im Altenheim oder Krankenhaus macht beiden Freude, dem Alten oder kranken Menschen und dem Besucher. Danach sieht die Welt viel freundlicher aus.


 

 
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