Wickel als Hausmittel, das bei vielen Krankheiten Linderung bringt
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen warmen und kalten Wickeln, die je nach Erkrankung eingesetzt werden. Der Aufbau ist jedoch bei allen Wickeln gleich. Die erste Lage des Wickels liegt später direkt auf der Haut und ist Träger für den Wirkstoff. Sehr gut eignen sich Geschirrtücher aus Leinen oder Baumwolle, diese haben eine nahezu perfekte Größe für alle Wickel und lassen sich leicht reinigen. Zudem sind diese Materialien sehr saugfähig, trocknen jedoch auch sehr gut. Sodass der Trocknungseffekt, der durch die Körperwärme des Patienten entsteht, unterstützt wird. Werden Wickel mit breiigen Hilfsstoffen wie etwa Quark oder Pflanzenbrei behandelt, so kann man auf diese Lage etwas Verbandsgaze geben, um sie vor groben Verunreinigungen zu schützen.
Über diese Schicht wird eine Zwischenlage gegeben. Die Zwischenlage besteht aus Rohwolle oder aus Watte. Rohwolle eignet sich ideal für warme Wickel, da sie Wärme gut speichert und Watte wird am besten für kalte Wickel benutzt. Diese Zwischenlage erfüllt die Aufgabe das Außentuch vor Verschmutzungen zu schützen und dafür zu sorgen, das der Wirkstoff nicht gänzlich von dem Stoff der Außenhülle aufgesaugt wird. Rohwolle bietet daneben noch den Vorteil des intensiv pflegenden Wollfetts Lanolin, der die positive Wirkung des Wickels unterstützt.
Die Außenhülle sollte den Zweck des Wickels unterstützen. Das heißt, bei einem wärmenden Wickel sollte man bei der Außenhülle ein Material wie etwa Wolle oder Seide verwenden. Da beide Materialien die Wärme halten, unterstützen sie so die gesundheitsfördernde Wirkung des Wickels. Bei kühlenden Wickeln sollte man ein Tuch aus Baumwolle als äußere Hülle benutzen, da sie die Feuchtigkeit des Wickels nur langsam an die Umwelt abgibt. So entsteht ein lang anhaltender, kontinuierlicher Kühlungseffekt.
Als äußere Hülle sollten keine synthetischen Materialien oder gummierte Tücher, Plastikfolien oder ähnliche Dinge verwendet werden. Diese Materialien erlauben dem Wickel nicht zu atmen, dies ist jedoch für seine Wirksamkeit von entscheidender Bedeutung.
Bei der Bereitung von warmen Wickeln ist darauf zu achten, dass diese nur körperwarm erhitzt werden. Die Temperatur muss vor dem Auflegen des Wickels unbedingt geprüft werden. Der Wickel soll durchwärmen und die Aufnahme des Wirkstoffes begünstigen. Ist der Wickel zu heiß, ist dies nicht mehr gewährleistet, zudem droht eine Verbrennung der Haut.
Bei kalten Wickeln benutzt man kein Wasser, welches unter 0 ° gekühlt wurde, da sonst Erfrierungen drohen. Kalte Wickel sind vor allem bei entzündlichen Prozessen angezeigt, da sie die Entzündung und den Schmerz lindern.
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