Pflege beanspruchter Hände
Handarbeit fordert ihren Tribut
Wer einen Beruf oder ein Hobby ausübt, bei dem er mit seinen Händen tätig ist, mit verschiedenen Materialien oder gar Chemikalien in Berührung kommt, kennt das Problem. Die Haut an den Händen und um den Fingernagel herum rötet sich, wird rissig und spröde. Solche Hautrisse sehen nicht nur unschön aus, sie schmerzen auch und können zu Entzündungen führen. Hier ist eine ausgiebige Pflege nötig, die aber keine teuren Kosmetikprodukte verlangt, sondern lediglich einige Mittel erfordert, die die meisten ohnehin in der Küche verwenden. Das einfachste Mittel, welches ich selber gern anwende, ist Olivenöl. Bevor ich ins Bett gehe, reibe ich meine Hände, deren Haut durch die Arbeit mit chemischen Mitteln oft angegriffen ist, mit reichlich Olivenöl ein. Dann ziehe ich ein paar dünne Baumwollhandschuhe darüber. Wer keine ausrangierten Handschuhe hat, kann sich in der Apotheke dünne Baumwollhandschuhe kaufen, die für solche Zwecke sehr gut geeignet sind. Am nächsten Morgen ist die Haut meiner Hände zart und geschmeidig. Statt Olivenöl kann auch Melkfett verwendet werden.
Pflege-Rezepte für Hände von der Großmutter
Schon meine Großmutter legte großen Wert auf die Pflege ihrer Hände. Sie bereitete sich einen sehr wirksamen Handbalsam selber zu. Dazu mischte sie 20 Gramm Mandelöl, 30 Gramm reines Glyzerin, 50 Gramm Zitronensaft und 20 Gramm Kölnisch Wasser. Diese Mischung füllte sie eine Glasflasche und schüttelte sie sorgfältig. Mehrmals täglich massierte sie sich kleine Mengen dieses Balsams in die Haut. Bis zu ihrem Tod hatte meine Großmutter samtweiche und wunderschöne Hände. Ein anderes, ebenfalls sehr effektvolles Mittel habe ich von ihr übernommen. Bevor sie Zwiebeln oder Rotkohl schnitt, rieb sie sich ihre Hände immer mit ein wenig Öl ein. Damit verhinderte sie unangenehme Gerüche oder Verfärbungen ihrer Hände durch Lebensmittel. Auch das Einreiben der Hände mit Essig verhindert ein Verfärben der Haut durch Obst- oder Gemüsesaft. Hartnäckige Einlagerungen von Schmutz in Hautrillen und unter den Fingernägeln, wie sie oft bei Gartenarbeit vorkommen, kann man damit ebenfalls weitgehenst verhindern.
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