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Ohrkerzenbehandlung

Die speziell gefertigten Ohrkerzen werden in Kegelform oder als rundes Röhrchen hergestellt und sind innen hohl. Die übliche Länge einer solchen Kerze liegt bei zwanzig bis dreißig Zentimetern und einem Durchmesser von sechs bis zehn Millimetern, bei kegelförmiger Gestaltung ist das obere Ende das breitere. Die Hauptbestandteile sind: Bienenwachs, Naturgaze (Baumwolle oder Leinen), ätherische Öle und variierende Anteile an pulverisierten Heilpflanzen (z.B. Kamille, Salbei oder Johanniskraut). Die Anwendungsdauer einer Ohrkerze liegt bei ca. 15 – 20 Minuten. Es sollten immer beide Ohren behandelt werden.

Es entsteht bei der Verbrennung ein leichtes Low-Level-Vakuum im Ohr, welches zarte Luftströmungen und Vibrationen verursacht und für wohlige Empfindungen sorgt. Die Wärmewirkung der brennenden Ohrkerze überträgt sich auf den ganzen Ohrbereich und ist ursächlich für einen Druckausgleich und eine Intensivierung der Durchblutung.
Die Befürworter der Ohrenkerzen behaupten, dass sie dazu beitragen, Ohrenschmalz und Schmutz aus dem Ohr und den Gesichtshöhlen zu entfernen.

Für die Anwendung ist eine bequeme Seitenlage einzunehmen. Die Ohrkerze wird sanft auf den äußeren Gehörgang aufgesetzt. Die optimale Positionierung ist gefunden, wenn das Rauschen und Knistern der Flamme zu hören ist. Um die gewünschte Entspannungswirkung zu erzielen und Verletzungen vorzubeugen, sollte die Anwendung durch eine zweite Person durchgeführt werden.
Je nach Zusammensetzung der Ohrkerze sind verschiedene Anwendungsgebiete denkbar. So gehören Sinusitis, Erkältung, Ohrenschmerzen, Ohrensausen und Geräusche (Tinnitus), Kopfschmerzen, Migräne, Gleichgewichtsstörungen, Hyperaktivität, Depression und Stresslinderung zu dem behandelbaren Spektrum.

Die Ohrkerze ist schon bei den Ureinwohnern Nord- und Mittelamerikas, als auch bei Naturvölkern der indonesischen- und asiatischen Zonen zum Einsatz gekommen. Erste Behandlungen wurden von den Hopi-Indianern bereits vor 900 Jahren praktiziert.


 

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