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Was sind Schüßler Salze und wie wirken Sie?

Der Homöopath Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelte die Schüßler-Salze als abgekürzte homöopathische Therapie. Bei Studien fand Schüßler heraus das viele Krankheiten aufgrund eines Ungleichgewichts bei biochemischen Prozessen entstehen. Durch das Fehlen bestimmter Mineralstoffe sah Dr. Schüßler den ganzen Stoffwechsel beeinträchtigt.

Schüßler-Therapie mit Schüßler-Salzen


Schüßler selbst bezeichnete die Schüßler-Therapie als nicht Homöopatisch, weil sie nicht "Gleiches mit Gleichem" behandelte sondern die Ursache von Krankheiten in physiologisch-chemischen Vorgängen des menschlichen Körpers suchte. Deswegen lehnte Schüßler für seine Salze die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen ab.

Schüßler-Salze nicht nur gegen Mangelerscheinungen


Heute werden die Schüßler-Salze nicht nur dazu genutzt Mangelerscheinungen im Mineralstoffhaushalt auszugleichen, sondern auch als homöopathische Arzneimittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip.

Schüßler-Salze und homöopathische Arzneimittel


Schüßler-Salze werden wie andere homöopathische Arzneimittel auch, durch zerreiben, schütteln und potenzieren hergestellt. Weswegen sie auch die entsprechenden Verdünnungshinweise wie D1, C30 oder D12 tragen. Im Hausgebrauch werden meist nur Schüßler-Salze mit der Verdünnung D6 angewandt.


Schüßler-Salze über die Mundschleimhaut aufnehmen


Die Einnahme der Schüßler-Salze erfolgt als Pastille. Diese müssen unbedingt gelutscht werden, da die Salze über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Menschen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden, dürfen diese Pastillen nicht einnehmen, da in ihnen Milchzucker enthalten ist. Sie können die Pastillen in Leitungswasser auflösen und warten, bis sich der Milchzucker als Satz auf den Boden des Glases legt. Das Wasser wird dann schluckweise getrunken, wobei man darauf achten, muss den Satz nicht mitzutrinken. Alternativ werden die Schüßler-Salze aber auch als Lösung angeboten, welche man als Tropfen einnimmt, diese enthält jedoch Alkohol.

Schüßler kannte 12 Funktionsmittel:




  • Calcium fluoratum D12 (Calciumfluorid)

  • Calcium phosphoricum D6 (Calciumphosphat)

  • Ferrum phosphoricum D12 (Eisenphosphat)

  • Kalium chloratum D6 (Kaliumchlorid)

  • Kalium phosphoricum D6 (Kaliumphosphat)

  • Kalium sulfuricum D6 (Kaliumsulfat)

  • Magnesium phosphoricum D6 (Magnesiumphosphat)

  • Natrium chloratum D6 (Natriumchlorid - Kochsalz)

  • Natrium phosphoricum D6 (Natriumphosphat)

  • Natrium sulfuricum D6 (Natriumsulfat)

  • Silicea D12 (Kieselsäure)

  • (Calcium sulfuricum D6 (Calciumsulfat)




Wobei er sich später auf 11 Funktionsmittel besann, da er feststellte, dass der schwefelsaure Kalk nicht in den menschlichen Organismus eingeht. So kann er auch keine Wirkung haben und soll durch Silicea oder Natrium phospericum ersetzt werden.

Schüßler-Salze später mit 15 Ergänzungsmitteln


Später wurden den Funktionsmitteln, noch 15 Ergänzungsmitteln von verschiedenen Ärzten und Heilpraktikern beigefügt:



  • Kalium arsenicosum D6 (Kaliumarsenit)

  • Kalium bromatum D6 (Kaliumbromid)

  • Kalium jodatum D6 (Kaliumjodid)

  • Lithium chloratum D6 (Lithiumchlorid)

  • Manganum sulfuricum D6 (Mangansulfat)

  • Calcium sulfuratum D6 (Kalziumsulfid)

  • Cuprum arsenicosum D6 (Kupferarsenit)

  • Kalium-Aluminium sulfuricum D6 (Alaun)

  • Zincum chloratum D6 (Zinkchlorid)

  • Calcium carbonicum D6 (Kalziumkarbonat)

  • Natrium bicarbonicum D6 (Natriumbikarbonat)

  • Arsenum jodatum D6 (Arsentrijodid)

  • Aurum Chloratum Natronatum D6 (Aurum)

  • Selenium D6 (Selen)

  • Kalium bichromicum D12 (Kaliumdichromat)


 

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