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Gingko-Der Jahrtausendbaum

Seine Ahnen sollen schon vor den Sauriern die Erde überzogen haben, ein wahres Fossil also. Gigantisch auch seine Höhe, er kann bis zu 40 Meter hoch wachsen, mit einem Umfang von 16 Metern. Und manch einer dieser Riesen kann schon mal 1000 Jahre auf dem Buckel haben.

Botanisch ist er schwer einzuordnen, aufgrund des Laubwechsels und der Blattverfärbung im Herbst würde man ihn den Laubbäumen zuordnen. Teilweise hatten seine Vorfahren jedoch nadelförmige Blätter, also doch ein Nadelgehölz? So einfach macht er es uns nicht. Stattdessen bildet er, seiner würdig, eine eigene Pflanzenfamilie mit dem Namen „Ginkgoales“.

Es handelt sich hier um einen zweihäusigen Baum, es gibt also männliche und weibliche Vertreter seiner Art. Es ist jedoch aufgrund seiner späten Blütenbildung erst nach ca. 20 Jahren möglich zu erkennen, welches Geschlecht wir vor uns haben. Eine Fortpflanzung ist erst zu diesem Zeitpunkt möglich. Und wie in der Pflanzenwelt so oft: Die Dame bildet stinkende Früchte und deswegen wird der Herr bevorzugt.

Wir alle wissen um die legendären Heilkräfte des Gingkos. Seinem Samen und Fruchtfleisch wurden schon im alten China Wirksamkeit gegen diverse Beschwerden zugesprochen. Vor allem die enthaltenen Flavonoide und Terpenoide fördern erwiesenermaßen die Durchblutung, daher wird Gingko seit 50 Jahren in jedem dritten Medikament gegen Durchblutungsstörungen eingesetzt. Auch vorbeugend gegen Demenz oder Nachlassen der Gedächtnisleistung im Alter ist die Pflanze ein Begriff.
In der Kosmetikindustrie wird Gingko-Extrakt in Cremes verwendet und soll der Faltenbildung vorbeugen.

Neugierig auf die Wirksamkeit des Gingkos geworden werde ich mir eine Faltencreme besorgen. Und wer weiß? Braucht man erst Faltencreme, ist es mit dem Gedächtnis nicht mehr weit her. Vielleicht sollte ich einen Gingkobaum in den Garten pflanzen


 

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